Solarzentrale Wechselrichter VS Solar-Mikrowechselrichter

Zentraler Solarwechselrichter

Er wird in Photovoltaik-Solarsystemen verwendet, bei denen mehrere Solarmodule in Reihe geschaltet sind und eine sogenannte String bilden. Ein oder mehrere Strings werden dann an einen einzelnen Solarwechselrichter angeschlossen, der als Zentralwechselrichter bezeichnet wird. Der Wechselrichter wandelt die Gleichspannung (DC) der Strings in Wechselspannung (AC) um, die in unserem Haus zur Versorgung von Geräten genutzt oder ins Stromnetz eingespeist werden kann, wodurch ein netzgekoppeltes Solarsystem entsteht. Üblicherweise besteht ein String aus fünf bis dreizehn Solarmodulen, abhängig von der erforderlichen Gesamtleistung und Gleichspannung des Strings. Der Zentralwechselrichter kann einen oder mehrere MPPT-Eingänge haben. Hat er nur einen MPPT-Eingang, bedeutet dies, dass er einen oder mehrere Strings akzeptiert, die identisch sind, also die gleiche Anzahl an Modulen und die gleiche Ausgangsleistung haben müssen.

Solar-Mikrowechselrichter

Der Gleichstromeingang dieses Solarwechselrichters wird an ein oder zwei Solarmodule angeschlossen. Die Wechselstromausgänge mehrerer Mikrowechselrichter werden zusammengeführt und speisen einen elektrischen Netzverteiler. Dadurch kann jedes ein oder zwei Solarmodule umfassende Modul im Solarsystem eine unterschiedliche Ausrichtung haben, um die maximale Menge an Sonnenstrahlung zu erfassen.

 

Welcher ist besser?

Der Mikrowechselrichter bietet viele Vorteile gegenüber dem Zentralwechselrichter. Der erste Vorteil ist, dass der Mikrowechselrichter bei Verschattung deutlich besser arbeitet. Wenn ein Teil des Solarsystems durch Schornsteine oder Bäume teilweise verschattet wird, wird nur die Leistung des verschatteten Solarmoduls beeinträchtigt, während die Gesamtleistung des Strings erhalten bleibt. Beim Zentralwechselrichter hingegen wird die Gesamtleistung des Strings beeinträchtigt, was zu erheblichen Leistungsverlusten führt. Der zweite Vorteil ist die Fähigkeit des Mikrowechselrichters, für jedes angeschlossene Solarmodul den maximalen Leistungspunkt zu verfolgen, was zu höherer Effizienz und mehr Ausgangsleistung des Solarsystems führt.

Der Hauptnachteil des Mikrowechselrichters sind die höheren Anfangskosten im Vergleich zum Zentralwechselrichter, da viele Mikrowechselrichter benötigt werden, um einen einzelnen Zentralwechselrichter zu ersetzen. Außerdem erhöht die Vielzahl der Mikrowechselrichter vor Ort die Systemkomplexität, was die Wahrscheinlichkeit von Fehlern erhöht und somit teurere Wartungsarbeiten zur Folge hat.

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