Die Einspeisevergütung ist eine Gebühr pro kWh Energie, die aus netzgekoppelten Photovoltaiksystemen ins Stromnetz eingespeist oder an einen Versorger verkauft wird. Aus diesem Grund werden netzgekoppelte Systeme oft als „Grid Tie“ bezeichnet. Aber ist es möglich, Tarife zu nutzen, um die Kapitalrendite zu erhöhen? Das ist machbar, aber lassen Sie uns erklären, wie.
Es gibt zwei Hauptarten von Preisstrukturen, die von Stromanbietern angeboten werden. Die erste ist als Festpreismodell bekannt, bei dem die Kosten für die gekaufte kWh vom Anbieter festgelegt sind und den ganzen Tag über gleich bleiben. Die andere ist die Zeitnutzungsstruktur, die unterschiedliche Preise zu verschiedenen Tageszeiten hat, mit Niedertarif- und Hochtarifzeiten. Die Hochtarifzeit liegt normalerweise am Nachmittag bis Abend, und der Niedertarif in der Nacht. Die Normalzeit gilt für die übrigen Tagesstunden, wobei in einigen Regionen die kWh-Kosten während der Hochtarifzeit bis zu 51 Cent pro kWh erreichen können.
Aus Sicht der Solarökonomie führen unterschiedliche Preisstrukturen zu ähnlichen Ergebnissen, jedoch wählen einige Stromanbieter möglicherweise nur eines dieser Preismodelle, sodass in diesen Fällen nur eine Option zur Verfügung steht. Wenn beide angeboten werden, sollten Sie Ihr Stromverbrauchsmuster und Ihre Nutzung über den Tag hinweg prüfen, um zu bestimmen, welche Struktur für Sie am vorteilhaftesten ist. Ein Zeitnutzungstarif ist nicht notwendig, wenn Sie den Strom bereits während der Spitzenzeiten verbraucht haben; ein Festtarif wäre dann vorteilhafter. Ein Beispiel: Wenn Sie zwischen 14 und 15 Uhr nach Hause kommen und bis in die Nacht viel Strom verbrauchen, haben Sie den Strom bereits während der Spitzenlast genutzt, sodass ein Zeitnutzungstarif keinen Nutzen bringt und der Festtarif besser ist. Ein Zeitnutzungstarif lohnt sich am besten, wenn Sie über Batteriespeicher verfügen und diese zu den für Sie günstigsten Zeiten laden können.
Ihr Anbieter von Photovoltaiksystemen kann Sie dabei unterstützen, die richtige Tarifstruktur basierend auf Ihrem Stromverbrauchsmuster auszuwählen und Analysen wie eine Einspeisevergütungsanalyse bereitstellen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Solarenergiemesser, da die Zeitnutzungsstruktur einen speziellen Zähler erfordert, im Gegensatz zum Festpreismodell, das mit einem normalen Zähler betrieben werden kann. Bevor Sie den Solarstromsystem und den Energiemesser kaufen und installieren, sollten Sie sicherstellen, welchen Tarif Sie verwenden werden.
